Ein Blog über meine Corona-Quarantäne, Politik, Gesellschaft und Medien. Garantiert KI-frei!
27.2.26
My daily routine: Wie und wo ich mich informiere
22.2.26
Lesetipps zur aktuellen Politik
Ich bin regelmäßiger Kunde in meiner örtlichen Stadtbibliothek. Die Möglichkeit, dort Bücher, Magazine und Zeitschriften zu einem günstigen Preis auszuleihen, ist absolut super. Meist lese ich politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Literatur. Gerne auch wissenschaftliche und journalistisch geprägte.
Neulich lieh ich mir das Buch „Demokratie neu denken“ der Politikprofessorin Andrea Römmele aus. Da ich auch Politik studiert habe, fand ich ihren Ansatz, einen positiven Blick in die Zukunft zu werfen, interessant. Viele ihrer Szenarien klingen auch Mut machend, das fand ich ganz gut. Doch ich habe das Buch nach 120 Seiten weg gelegt.
Warum?
Nun, weil das Buch von Frau Prof. Römmele, die es mit Hilfe von Kollegen geschrieben hat, schwere Fehler beinhaltet. Die eigentlich beim Lektorat hätten auffallen müssen.
Auf S. 71 und S. 72 steht beispielsweise das englische Wort „majors“ – Frau Prof. Römmele meint damit das Wort „Bürgermeister“. Die richtige Übersetzung für „Bürgermeister“ ist aber „mayors“.
Außerdem verortet sie die „Riester-Rente“ im Jahr 1992 (S. 106). Tatsächlich wurde diese erst zehn Jahre später eingeführt. Sie schreibt außerdem den Namen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron falsch.
Was Frau Prof. Römmele zum Thema „Demografischer Wandel“ schreibt, ist im Kern belanglos und nachplappernd („wir werden bald eine Rentnerrepublik haben“). Hier empfehle ich stattdessen das gerade neu erschienene Buch „Die erfundene Bedrohung“ von Andreas Hoffmann, der aufzeigt, warum der Sozialstaat – und damit auch die Rente – Zukunft hat.
Was ich sonst noch an Büchern auf dem Nachttisch liegen habe, wollt Ihr wissen?
Nun, ich habe noch das Buch „Machtbeben“ des Investors Dirk Müller vor mir. Und gerne lese ich auch – zur Wiederholung oder Neu-Bildung – die Reihe „xy für Dummies“. Wer keine Ahnung von einem Fachgebiet hat, findet hier meist einen guten Einstieg.
13.2.26
Die Songs meines Lebens: Bläck Fööss und BAP - Dovun dräum ich sulang (1989)
Ich wohne jetzt seit etwas über einem Jahr in Köln. Aber die Musik kölscher Bands begleitet mich schon ein Leben lang. Jetzt ist Karneval, und ich dachte, ich schreib' mal darüber.
Mein Vater besaß viele Bläck-Fööss- und BAP-Platten. Im Jahr 1989 trafen beide Bands im Millowitsch-Theater (das es heute nicht mehr gibt) aufeinander. Daraus wurde ein EMI-Album unter dem Titel "Bläck Fööss und Fründe" produziert.
Vor allem der letzte Titel auf der ersten Seite der LP gefiel mir. Günter "Bömmel" Lückerath singt, was er sonst selten tat, und dazu spielt Klaus Heuser von BAP auf der E-Gitarre ein Solo zum Niederknien.
Es geht in dem Song um einen Menschen, der auf dem Klo singt, Lieder komponiert und vom großen Durchbruch träumt. Regelmäßig tritt er beim Talentwettbewerb im Rheinpark auf, und er soll dort schon gar nicht mehr kommen, weil ihm gesagt wird: "Du kommst noch ganz groß raus!"
"Dovun dräum ich sulang" ist ein ironisches Lied, weil man ahnt: Der Mann wird es nie packen. Er wird ein ewiger Träumer vom großen Erfolg bleiben.
Und der Song passt heute noch mehr in die Zeit als 1989, weil das TV mittlerweile voll ist von Talentshows wie "DSDS" und "The Voice" mit all ihren Möchtegern-Stars.
9.2.26
Warum ich sportlich eine Null bin
In diesen Tagen erwische ich mich dabei, während der laufenden Olympischen Winterspiele, stundenlang Sportarten wie Eiskunstlauf, Snowboarden oder Frauen-Eishockey zu glotzen. Ich bewundere die Schnee- und Eiskünstler und bin über Lindsay Vonns Sturz entsetzt.
Dem Eishockey der Männer ist ja nun - Achtung, Ironie - durch die Serie "Heated Rivalry" jeglicher Männlichkeitswahn genommen. Was ich - Achtung, Ernst - überhaupt gut finde.
Eigentlich mache ich mir nichts aus Sport. Aus Wintersport sowieso nicht. Ich kann weder Eis laufen, noch Ski fahren. Auf dem Schlitten rodeln geht gerade noch. Und schier endlose Sportübertragungen zappe ich normalerweise schnell weg. Außer jetzt, bei Olympia.
Schon einmal schrieb ich hier darüber, wie ich früher den Schulsport gehasst habe. Deswegen war ich auch froh, dass es an meiner Schule keine Skifreizeit gab. Wahrscheinlich hätte ich mir alle Knochen gebrochen.
Nun müsste ich eigentlich abnehmen. Das haben mir bereits mehrere Ärzte bescheinigt. Der beste Weg dahin ist Bewegung. Doch sobald ich mich einer Sporthalle mit Fußballtoren, Basketballkörben und Kletterwand auch nur nähere, löst das bei mir Fluchtreflexe aus.
Die Gnaden-Vier auf dem Abiturzeugnis in Sport hängt mir bis heute nach. Wenn ich an Sportvereine denke (hier schreibt der Sozialwissenschaftler in mir), denke ich an Vereinssitzungen mit Vorstand, Beisitzer, Schriftführer und Kassenwart. Diese meine Abneigung gegen das Vereinsleben ist natürlich Blödsinn, wenn man sich bewegen will, und unter Leute kommen will.
Vielleicht schaffe ich es doch noch einmal, über meinen Schatten zu springen? Wir werden sehen.