13.2.26

Die Songs meines Lebens: Bläck Fööss und BAP - Dovun dräum ich sulang (1989)

Ich wohne jetzt seit etwas über einem Jahr in Köln. Aber die Musik kölscher Bands begleitet mich schon ein Leben lang. Jetzt ist Karneval, und ich dachte, ich schreib' mal darüber.

Mein Vater besaß viele Bläck-Fööss- und BAP-Platten. Im Jahr 1989 trafen beide Bands im Millowitsch-Theater (das es heute nicht mehr gibt) aufeinander. Daraus wurde ein EMI-Album unter dem Titel "Bläck Fööss und Fründe" produziert.

Vor allem der letzte Titel auf der ersten Seite der LP gefiel mir. Günter "Bömmel" Lückerath singt, was er sonst selten tat, und dazu spielt Klaus Heuser von BAP auf der E-Gitarre ein Solo zum Niederknien.

Es geht in dem Song um einen Menschen, der auf dem Klo singt, Lieder komponiert und vom großen Durchbruch träumt. Regelmäßig tritt er beim Talentwettbewerb im Rheinpark auf, und er soll dort schon gar nicht mehr kommen, weil ihm gesagt wird: "Du kommst noch ganz groß raus!"

"Dovun dräum ich sulang" ist ein ironisches Lied, weil man ahnt: Der Mann wird es nie packen. Er wird ein ewiger Träumer vom großen Erfolg bleiben. 

Und der Song passt heute noch mehr in die Zeit als 1989, weil das TV mittlerweile voll ist von Talentshows wie "DSDS" und "The Voice" mit all ihren Möchtegern-Stars. 



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