Ich bin regelmäßiger Kunde in meiner örtlichen Stadtbibliothek. Die Möglichkeit, dort Bücher, Magazine und Zeitschriften zu einem günstigen Preis auszuleihen, ist absolut super. Meist lese ich politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Literatur. Gerne auch wissenschaftliche und journalistisch geprägte.
Neulich lieh ich mir das Buch „Demokratie neu denken“ der Politikprofessorin Andrea Römmele aus. Da ich auch Politik studiert habe, fand ich ihren Ansatz, einen positiven Blick in die Zukunft zu werfen, interessant. Viele ihrer Szenarien klingen auch Mut machend, das fand ich ganz gut. Doch ich habe das Buch nach 120 Seiten weg gelegt.
Warum?
Nun, weil das Buch von Frau Prof. Römmele, die es mit Hilfe von Kollegen geschrieben hat, schwere Fehler beinhaltet. Die eigentlich beim Lektorat hätten auffallen müssen.
Auf S. 71 und S. 72 steht beispielsweise das englische Wort „majors“ – Frau Prof. Römmele meint damit das Wort „Bürgermeister“. Die richtige Übersetzung für „Bürgermeister“ ist aber „mayors“.
Außerdem verortet sie die „Riester-Rente“ im Jahr 1992 (S. 106). Tatsächlich wurde diese erst zehn Jahre später eingeführt. Sie schreibt außerdem den Namen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron falsch.
Was Frau Prof. Römmele zum Thema „Demografischer Wandel“ schreibt, ist im Kern belanglos und nachplappernd („wir werden bald eine Rentnerrepublik haben“). Hier empfehle ich stattdessen das gerade neu erschienene Buch „Die erfundene Bedrohung“ von Andreas Hoffmann, der aufzeigt, warum der Sozialstaat – und damit auch die Rente – Zukunft hat.
Was ich sonst noch an Büchern auf dem Nachttisch liegen habe, wollt Ihr wissen?
Nun, ich habe noch das Buch „Machtbeben“ des Investors Dirk Müller vor mir. Und gerne lese ich auch – zur Wiederholung oder Neu-Bildung – die Reihe „xy für Dummies“. Wer keine Ahnung von einem Fachgebiet hat, findet hier meist einen guten Einstieg.
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