Meine Mutter war Beamtin, mein Vater Journalist. Als Kind und Jugendlicher hatte ich ein Urvertrauen in meine Eltern. So, wie das bei Heranwachsenden auch sein sollte.
Als ich dann auf eigenen Beinen stehen musste, habe ich in Bezug auf Staat und Medien oft sehr negative Erfahrungen gemacht. Erfahrungen, die ich bis heute verarbeiten muss. Und die mich teilweise nachhaltig verunsichert und, ja, auch negativ geprägt haben.
Ich kämpfe sehr oft mit Behörden und habe lange versucht, meinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Insgesamt bin ich rund zehn Mal in meinem Leben umgezogen. Auch heute, mit Mitte 40, fühle ich mich noch nicht restlos angekommen.
Vielleicht wird das nie der Fall sein? Ich weiß es nicht.
Im Studium habe ich mich viel mit deutscher und europäischer (Zeit-) Geschichte befasst. Ich lernte über den Arbeitsmarkt, Demografie und internationale Politik. Daher behaupte ich einfach mal, dass ich aktuelle weltpolitische Entwicklungen ganz gut einschätzen kann.
Im Leben habe ich viel über Medien, staatliche Institutionen, persönliche Beziehungen und das Gesundheitssystem gelernt. Diese Erfahrungen waren prägend und - oftmals - nicht besonders positiv. Daher behaupte ich einfach mal, dass ich mich ganz gut durchschlagen kann.
Die aktuellen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt bereiten mir, wie vielen anderen Menschen, große Sorgen. Demokratie- und Wirtschaftskrise, Sozialabbau, Rechtsextremismus, Ukrainekrieg, Irankrieg, Klimakatastrophe. Und all die anderen Themen, die wir tagtäglich um die Ohren gehauen bekommen.
Ich versuche, den Überblick zu bewahren. Und meinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Was mal auf meinem Grabstein stehen soll? Vielleicht: "Er hat sich bemüht".
Das würde mir schon reichen.
PS: Mein 200. Post! Und ernst gemeint, trotz 1. April ;-).
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