Bereits Ende Juni maß mein Thermometer hier auf meiner Kölner Terrasse 44 Grad in der Sonne.
Nicht nur, dass dieser Hitzesommer dieses Jahr sehr früh kam. Er kam auch wiederholt. Ich erinnere mich an 2018, als wir im Westen von April bis Oktober durchgängig 30 Grad Außentemperatur hatten.
Als Resultat erreichten "Die Grünen" bei der Bundestagwahl 2021 ein Traumergebnis und zogen erstmals seit 2005 in die Regierung ein. Doch schon bald sorgte die Polemik von Rechts gegen Grünen-Wirtschaftsminister Habecks "Gebäudeenergiegesetz" für einen jähen Abschwung.
Tausende Menschen starben diesen Sommer ob der Hitze. Wälder, Landwirtschaft und Schiffsverkehr litten und leiden immer noch. Gestern Abend sah ich unter dem Titel "Fuck The Planet" eine dreiteilige Dokuserie auf "arte", in welcher die Pro- und Antiklimabemühungen seit den 1970er-Jahren dokumentiert wurden.
Vorwiegend ging es um die USA. Es waren damals die Rechten um Ronald Reagan und heute um Donald Trump, die wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel ignorierten und aktiv bekämpften. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch "Die Brandstifter. Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen" von Annika Brockschmidt.
Bereits in den 1990er-Jahren haben Wissenschaftler für das Europa der 2020er-Jahre solche Hitzewellen vorausgesagt. Was ist passiert? Nichts. Was passiert momentan diesbezüglich in der Politik? Nichts.
Eigentlich müssten "Die Grünen" und nicht die AfD bei, sagen wir, 40 Prozent wie in Sachsen-Anhalt stehen. Aber in Deutschland hat man sich offensichtlich der Diskurshoheit von Rechtsaußen ergeben.
Gute Nacht.
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