2002 machte ich meine ersten Praktika
beim Lokalfunk. Ich musste natürlich langweilige Sachen machen wie
die Hotline betreuen, durfte aber auch im Studio live dabei sein,
Interviews und Umfragen machen, und kleine Anmods selber schreiben.
Später beim Uniradio durfte ich dann auch eigene Beiträge
produzieren, die gesendet wurden.
Im Jahr 2004 ging ich zum Studium nach Frankfurt am Main. Was man da über Antenne empfangen
konnte, wusste ich ja schon grob aus der Jugendzeit. Ich erinnere
mich an die Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004, von der ich zuerst
bei SWR3 hörte. Und an ein Feature auf SWR2 über die
Chemie-Katastrophe 1984 im indischen Bhopal, das bei mir Gänsehaut
verursachte.
2005 daheim dann der nächste
Quantensprung: Ich tauschte LNB und Receiver an der Sat-Anlage, um
Digitalempfang zu ermöglichen. Bald verließ die BBC zwar den
Astra-Satelliten, doch das Programmangebot blieb ähnlich hoch. Jetzt
auch mit allen französischen und niederländischen Sendern.
Fasziniert war ich, als ich einmal die
Nachtsendung „Les Nocturnes“ im französischen RTL-Radio
entdeckte. Moderator Georges Lang spielte englischsprachige Jingles
einfach so hintereinander ab. (Wie ich beim Radio gelernt habe, heißt
das „abfeuern“). Habe ich geliebt und teils auf Kassette.
In meinem Studentenzimmer im
Frankfurter Wohnheim hatte ich erstmals High-Speed-Internet. Daheim,
in Essen, war ich noch per Analog-Modem online gegangen. Ich surfte
mich durch die Medienwelt. Facebook und YouTube gab es noch nicht,
bzw. standen erst in den Startlöchern. DAS soziale Netzwerk war
damals „studiVZ“ - die Älteren werden sich erinnern.
Ich hörte online alte BFBS-Sendungen
nach, die mich an meine Heimat erinnerten. Einmal lauschte ich
(natürlich verrauscht) Eins Live, und war erstaunt, als ich da alte
Kollegen vom Bochumer Uniradio hörte. Nachts lauschte ich der
„Nightline“, dem YOU-FM-Talkradio mit Holger Klein vom hr.
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TEASER: Demnächst hier eine Serie über die "songs of my life" Freut euch drauf.
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