19.7.22

My favourite (sorry: favorite) radio station

When I was in New York, I mostly listened to CBS-FM on 101.1 FM.

It broadcasts with a power of 4 kilowatts from the Empire State Building, and it plays classic hits and oldies. Nowadays it isn’t that much fun to listen to as they play the same 70s and 80s over and over again without all the great DJs that were around in the past. But on YouTube and Soundcloud you can find great airchecks from then.

I think it used to be CBS’s flagship station in New York („owned and operated“), but as it happens so often, CBS Radio has been sold. The other big networks NBC and ABC have sold their radio business years ago. Does Fox have radio stations? I don’t know.

Hot97 (hip hop, urban) and Z100 (current hits) are the other stations I liked. When I was there, WPLJ on 95.5 played adult contemporary. I think they now moved to a somewhat christian music format. I remember a station called Jammin‘ 105 which doesn’t exist any more, as well.

If you wanna know about powerful men and women in the North American radio business, you’ve got to listen to Kid Kelly on Z100 from the 90s. Scott Shannon’s syndicated show Rockin America can be listened to online again, as well. Rosalie Trombley from CKLW Windsor, Ontario (Canada) is portrayed in the 1973 song „Rosalie“ by Bob Seger. She was the station manager there broadcasting over the border to Detroit where people like Seger would listen to her unique choice of hits.

7.7.22

Die Funkes

Ich wohne in Essen. Essen ist Sitz der Funke Mediengruppe.

Die frühere WAZ-Gruppe hat sich vor einigen Jahren vergrößert. Sie hat Zeitungen, Zeitschriften und die entsprechenden Online-Ausgaben dazugekauft.

Andere große Medienhäuser haben verkauft.

Nun kaufen Jüngere keine Zeitungen am Kiosk mehr. Sie gehen auch nicht ins Internet gezielt auf die Seiten der lokalen Medien, sondern informieren sich über die sozialen Netzwerke. Auch Radio und TV konsumieren sie nicht mehr auf den klassischen Wegen.

Daher verstehe ich den Schritt, sich ein Portfolio an klassischen Medien zuzulegen, nicht.
Das ist Medienkonzernpolitik der Achtziger (ERGÄNZUNG: und Neunziger) - Immer größer werden.

Andere große Medienhäuser setzen rein aufs Digitale.

Kann mir einer deren Strategie erklären?

6.7.22

Being a news junkie

Ich bin einer. Ein Nachrichten-Süchtiger.

Früher, als Jugendlicher, habe ich per Kassette (für die Jüngeren: Googeln!) die Titelmelodien der einzelnen TV-Nachrichtensendungen aufgenommen.

Ich liebte die Dramatik der Sounds. Die Nachrichten selbst fand ich nicht so spannend.

Deshalb bin ich auch später für „NBC Nightly News“ nachts aufgestanden. Das war damals die einzige US-Newsshow, die man in Deutschland live sehen konnte. Halt, ich glaube auch, „ABC World News Tonight“ liefen bei RTL 2 – als man den Sender noch anschauen konnte. In Großbritannien schaute ich vorwiegend „News at Ten“ mit Trevor McDonald. Der ist längst in Rente. Auch hier bei uns konnte man via BFBS-TV britisches Fernsehen sehen. Aber nur sehen, es gab keinen Ton…

Das ist alles lange her.

Jedenfalls macht es heute keinen Spaß mehr, Nachrichten zu verfolgen.

Man wird schon beim Einschalten des internetfähigen Geräts, das man bedient, mit Nachrichten überflutet. Deswegen gehen mittlerweile viele Menschen Nachrichten generell aus dem Weg.

Es kann sehr gefährlich sein, ein News-Junkie zu sein.

Ich musste lernen, mich vor den Gefahren zu schützen. Und lerne es täglich immer noch.

5.7.22

Die Songs meines Lebens - Und noch einer. Herbert Grönemeyer – Mit Gott, 1988

Die Songs meines Lebens - Und noch einer.

 

Herbert Grönemeyer – Mit Gott, 1988

 

Ich hatte mir als Schüler immer erträumt, dass dieser Song beim Abistreich unserer Schule gespielt wird.

Wurde er nicht.

Stattdessen lief Bon Jovi.

 

Grönemeyer rechnet in „Mit Gott“ mit der Regierung der Achtziger ab.

 

„Sind aus Gnade zu spät geboren“ – Kohls Aussage.

„Einer ging leider baden“ – Das war Barschel.

„Unsere Freunde / Sind’s auch Folterknechte“ – Strauß?

„Querdenker“ – Darunter versteht man heute etwas Anderes.

 

Und so weiter.

 

Listen to it. Auch, wenn’s mehr als dreißig Jahre her ist.

4.7.22

Gender vs. Sex – Oder: Geist gegen Natur

Ich bin Sozialwissenschaftler.

Das heißt aber nicht, dass ich nur das glaube und vertrete, was man dort mal mitbekommen hat. Albert Einstein hat mal gesagt, er habe Jahrzehnte gebraucht, um den Unsinn, den er an der Universität gelernt habe, zu vergessen.

Einstein war Naturwissenschaftler.

An der Humboldt-Uni in Berlin wollte eine Naturwissenschaftlerin, eine Biologin, etwas anderes behaupten, als die Geisteswissenschaftler und „kritischen Juristen“.

Sie sagt, es gebe biologisch nur zwei Geschlechter. Die Gegenseite behauptet, das sei genderfeindlich. Proteste folgten.

Es ist immer das gleiche Problem. Gender gegen Sex. Natur- gegen Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler. Links gegen Rechts. Wir gegen die. Und so weiter.  

Dass Wissenschaftler sich nicht einig sind, ist normal. Es gibt nicht DIE EINE Wahrheit in der Wissenschaft.

Anderes Beispiel. Vor Jahren habe ich im Internet einen Beitrag eines Mathematikprofessors gelesen, der die Verwendung von Mathematik in der Ökonomie kritisierte. Der Einsatz von mathematischen Modellen in den Wirtschaftswissenschaften sei „unwissenschaftlich“.

Auch hier: Natur gegen Gesellschaft/Geist.

Das ist völlig normal. Und dass an Unis protestiert wird, und dass die einen sich mit den anderen in die Haare kriegen, ist auch normal. Wir leben in einer freien Gesellschaft, in der jeder seine Meinung kundtun darf. Auch in der Wissenschaft. 


ERGÄNZUNG, 5.7.2022: Der Anfang dieses Posts soll natürlich nicht implizieren, dass ich mich mit Einstein vergleichen möchte. 

Ich wollte damit nur den Antagonismus zwischen Natur- und Gesellschaftswissenschaften heraus stellen.