Das ist die verheerende Botschaft, die die Merzregierung nach draußen ins Land sendet. Ist es da ein Wunder, dass die politischen Ränder von Rechts und Links gestärkt werden?
Nein.
Friedrich Merz führt das Land wie ein CEO sein Unternehmen. Er handelt strikt im Sinne der "shareholder" beziehungsweise in seinem Fall "stakeholder": Kosten senken. Strukturen "verschlanken". Regelungen verschärfen. Usw.
Merz versteht nicht, dass seine Politik bei den Bürgern nicht ankommt. Er kann es gar nicht verstehen. Merz hat als Blackrockmann und nur kurzzeitiger Fraktionschef der Union im Bundestag niemals für längere Zeit politische Verantwortung getragen. Er weiß nicht, worauf es bei einem Regierungschef ankommt. Er meint: Die Bürger müssen mich verstehen. Ich mache doch das Richtige!
Die Bevölkerung denkt anders über seine Politik. Kein Wunder. Merz ist schon vom Habitus her ein Mann der Wirtschaft. Und keiner der Politik. Er ist zu alt und zu lange raus aus der Politik gewesen. Die Union bewegt sich in Umfragen auf die 20-Prozent-Marke zu. Die SPD auf die Zehn-Prozent-Marke. Rund 80 Prozent der Wähler sind mit der Regierung unzufrieden.
Spätestens, wenn all die in der letzten Zeit bekannt gewordenen Beschlüsse umgesetzt werden sollen, und spätestens, wenn in Sachsen-Anhalt ein AfD-Mann und in Berlin ein Vertreter der "Linken" Regierungschefs werden, wird ihm sein Scheitern bewusst werden.
Es wäre kein Verlust.
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